Nikolaus Walter fotografiert seit langem die Monumente und andere Mittel, die wir anwenden um den Tod, den Moment der Klarheit, zu ertragen.

Im Cimitero Staglieno zum Beispiel die Statue der Nudel-(oder Nuss-?)Händlerin, die vor hundert Jahren jede*r kannte in der einstigen Weltstadt Genua. Sie hat ihr Lebtag lang auf die lebensgroße Marmorfigur mit der frisch gebügelten Schürze gespart, die sie nun verewigt - soweit es Tramontana und Regen zulassen.

Auch Fabrizio De André, der Dichter und Sänger Genuas, ja Italiens, hat sein Grab hier. Smisurata preghiera, Vermessenes Gebet, heißt das Lied, das man sein Testament nennen könnte. Orpheus stemmt sich der Vergeblichkeit und Gedankenlosigkeit entgegen.

Das Heft Von den letzten Dingen (mit 7 Schwarzweißfotografien von Nikolaus Walter, 16 Seiten) ist im Eigenverlag des Fotografen erschienen und erhältlich über niwalt@aon.at.

Willibald Feinig
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